Wissenswert

Hier finden Sie immer wieder neue Artikel rund um das Thema Polizei & psychologische Unterstützung.

Eine neue Perspektive ...

Eine Traumatisierung ist keine Störung oder Krankheit, sondern eine normale Reaktion auf unnormale Ereignisse.

Scham - die oft unsichtbare Angst vor Ausgrenzung. 
Und die Antwort darauf.

Scham ist eines der unangenehmsten menschlichen Gefühle. Es ist daran geknüpft, wie andere uns sehen. Haben wir das Gefühl Erwartungen nicht erfüllen zu können, empfinden wir Scham. Diese soll uns davor schützen, aus einer Gruppe ausgeschlossen zu werden. 

Die Kraft des zwischenmenschlichen Kontakts

Als sicher erlebter zwischenmenschlicher Kontakt ist essenziell, um belastende Erfahrungen zu verarbeiten ...

Mein Verständnis von Belastung und Krankheit
Was wir tun, wenn es an Kontakt und Sicherheit fehlt ...

Ich orientiere mich an einem modernen neuropsychologischen Verständnis von Stress und Traumatisierung. 

 

Aus neuropsychologischer Sicht ist Stress die automatische und überlebenswichtige Notfallreaktion des Körpers auf wahrgenommene Bedrohungen, die darauf abzielt, Sicherheit wiederherzustellen. Gelingt dies, entspannt sich der Körper und wir fühlen uns sicher, mit anderen verbunden, geborgen und dem Leben gewachsen. Andernfalls bleiben wir in einem Gefühl der Bedrohung und Hilflosigkeit stecken, was auch als Traumatisierung bezeichnet werden kann. Dies kann über kurz oder lang zu Symptomen wie Antriebslosigkeit, Wut, Angstzuständen, chronischer Anspannung, Schlafstörungen, innerer Unruhe, Gereiztheit, mangelnder Abgrenzungsfähigkeit, Flashbacks und sozialem Rückzug führen. 

 

Diese Verhaltens- und Erlebensmuster, die medizinisch in verschiedene Krankheiten oder Störungen kategorisiert werden, sind Überlebensstrategien des Organismus, um verlorene Sicherheit wiederherzustellen. Sie verdienen unsere Anerkennung, da sie uns  in bestimmten Situation helfen oder geholfen haben, zu überleben. Sie entstehen oft durch offensichtlich traumatische Ereignisse wie Unfälle, Gewalterfahrungen oder medizinische Eingriffe. Aber auch zahlreiche kleine Momente der Hilflosigkeit, Verletzung und Überforderung, die oft schon im Kindesalter beginnen, können zu ähnlichen Symptomen führen. Wenn Bezugspersonen aufgrund eigener Belastungen nicht ausreichend Schutz bieten, können wir nicht lernen, uns selbst zu regulieren. Dies erschwert den Umgang mit schwierigen Emotionen und hemmt das Vertrauen in andere. Die Auswirkungen sind oft bis in unsere "Erwachsene-Gegenwart" spürbar, wir fühlen uns mit anderen nicht sicher, werden schnell wütend, reaktiv, klammern oder ziehen uns zurück. Wir stehen "unter Strom", zweifeln an uns oder fühlen uns wertlos und überfordert. Solange diese bedrohlichen Erfahrungen für uns nicht abgeschlossen sind, bleiben wir in dem Versuch, uns mithilfe der körpereigenen Notfallreaktion zu schützen, stecken. 

Was ich ermöglichen möchte ...

 

In meiner Einzelarbeit möchte ich dich darin unterstützen, die Notfallreaktion mit Ihnen zu einem Abschluss zu bringen, neue Strategien zu etablieren die Ihnen Sicherheit geben und ein erfülltes, gesundes & selbstbestimmtes Leben wieder möglich machen. 

 

In Seminaren möchte ich für die Themen Stress und Traumatisierung und die daraus resultierenden Verhaltens- und Denkmuster sensibilisieren und den Grundstein für einen sichern zwischenmenschlichen Umgang legen, sodass immer mehr menschliche Umfelder entstehen, die sich für Menschen sicher anfühlen und trennende, wehrhafte, aggressive Strategien überflüssig machen. So wird ein erfülltes Miteinander möglich, das auf Vertrauen und Respekt basieren kann.

 

"Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, es ist unsere Verwundung und die Art und Weise, wie wir damit umgehen, die einen Großteil unseres Verhaltens diktiert, unsere sozialen Gewohnheiten prägt und unsere Denkweise beeinflusst."
- Gabor Maté
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